Der virtuelle Museumsguide – Master Brain von museum4punkt0

Posted on

Der virtuelle Museumsguide – Master Brain für das Museum

Der virtuelle Museumsguide und das Master Brain ermöglicht Besuchern individuelles Wissen über das Thema Fasnacht zu erarbeiten und am Ende der Ausstellung eine Auswertung zu erhalten.

Der zu entwickelnde Museumsguide ist kein klassischer Guide im herkömmlichen Sinne. Hierbei werden keine Devices mitgeführt, die Informationsträger bleiben unsichtbar. Er ist als physisch losgelöste Intelligenz, als das „Master Brain“ zu verstehen. An den jeweiligen Stationen tritt es über vernetzte, fest installierte Displays, Lautsprecher, Sensorik, Mixed Reality Anwendungen, Projektionen und Lichtinstallationen etc. mit dem Besucher in Kontakt. Dort werden explizite und implizite Besucher-Inputs generiert und für die folgenden Stationen und das finale „Besucherpsychogramm“ im Master-Brain zentral und anonymisiert gespeichert. Explizite Besucher-Inputs sind die Antworten auf zuvor gestellte Fragen. Implizite Inputs sind Dinge die das Museum über den Besucher erfährt, ohne dass er dazu eine bestimmte Frage beantworten muss. Hierzu gehören etwa die Verweildauer, Besucherzahlen oder die Ermittlung von Besucherströmen.

Masterbrain und virtueller Museumsguide Fasnachtsmuseum Schloss Langenstein
Masterbrain und der virtuelle Museumsguide, Fasnachtsmuseum Schloss Langenstein

 

Der virtuelle „Begleiter“ erkennt und unterstützt den Besucher auf seinem Weg durch das Museum. Er stellt sich auf dessen Ansprüche ein, zeigt ihm welche Bereiche er bereits besucht hat, er bietet Themen an, die ihn interessieren könnten und lädt zu Interaktionen ein. Der virtuelle „Analytiker“ erkennt das Verhalten des Besuchers und dient dem Museum als Stütze für neue Besucherstrategien.

Das neue Museum besteht aus einem interaktiven Parcours, der acht Themenräume umfasst. Im Außenbereich eines Raums kann sich der Besucher Wissen aneignen, das er im Innern spielerisch erleben, reflektieren und überprüfen kann. Das „Master Brain“ steht ihm dabei zur Seite und ist ständiger Begleiter. Am Ende der Ausstellung erhält der Besucher eine Auswertung, die ihm Aufschluss über das zuvor Erlernte aber auch über sein eigenes Ich gibt.

 

 

Themenräume

Die Ausstellung versucht das Thema Fasnacht gesamtheitlich abzubilden. Die Inhalte sind in 8 Bereiche unterteilt:

 

Themenräume des neuen Fasnachtsmuseum Schloss Langenstein, museum 4punkt0
Themenräume des neuen Fasnachtsmuseum Schloss Langenstein, museum 4punkt0

 

Prolog
– Initialisierung: Der Besucher gibt erste Informationen an das „Master Brain“ weiter und kann dadurch individuell identifiziert werden.
– Sinnesrausch: Sinnliches Eintauchen in das lebendige Treiben der Fastnacht. Ritueller Übergang vom Alltag in die 5. Jahreszeit und eine erste Auseinandersetzung mit den Charakteristika des Narren / der Fasnacht.

1. Geschichte und Ursprung der Fasnacht (13.-21. Jhd.)
Ursprung und Entwicklung des närrischen Treibens bis in die heutige Zeit wird interaktiv erfahrbar

2. Musik und Krach
Tanz- und Klangwelten, aber auch Lärminstrumente bilden die stimmungsvolle Grundlage der Fasnachtsbräuche. Die Besucher werden zu Akteuren

3. Narrengestalten
Kostüm und Verkleidung sind äußere Erscheinungsformen. Was dahinter steckt kann vom Besucher erforscht werden

4. Maskierung
Maskierung, Verwandlung und Entlarvung: Ein Spiel mit Identitäten, das typischerweise zur Fasnacht gehört, aber auch im Alltag und anderswo stattfindet. Darüber Hinaus werden die globalen Zusammenhänge von Maskenfesten mit all ihren Gegensätze und Gemeinsamkeiten erfahrbar werden

5. Bräuche
Das Immaterielle: Lebendiges Erleben von Bräuchen

6. Identität und Heimat
Warum engagieren sich unzählige Menschen für die Fasnacht und warum ist das wichtig für sie? Psychologische und soziologische Dimensionen der Fasnacht werden in einem Heimatlabor mit den Besuchern erkundet

Epilog
Die große Entlarvung: Was hat man aus der Ausstellung gelernt? Spielerisch können die Besucher ihr neu gewonnenes Wissen anwenden und Auswerten